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Red Ribbon

Böse Zungen haben für die Entstehung der roten Schleife folgende Erklärung:

Als Liz Tazlor mal wieder die Langeweile überkam, kramte sie in ihren Schränken und fand Reste einer Bordüre, für die sie keine Verwendung hatte. Weil nun um sie herum schon so viele an AIDS gestorben waren, kam ihr die Idee, die Bordüre in kleine Streifen zu schneiden und sie, mit einer Sicherheitsnadel versehen, als Schleife zu tragen.

Solche Schleifen haben in den USA Tradition: Im Vietnamkrieg erinnerten weiße Schleifen an verstorbene US-Soldaten, im Golfkrieg trug man gelbe Schleifen.

Das rote Schleifchen sollte signalisieren: Ich erinnere mich an Menschen, die an den Folgen von AIDS gestorben sind.

Quelle: magnus Ausgabe Februar 1995


Zum Hintergrund
Tatsächlich wurde das Red Ribbon von einer kleinen Gruppe namens Visual AIDS aus New York erfunden. Visual AIDS wollte einen Zeichen kontinuierlicher Erinnerung und Solidarität schaffen.

Möglicherweise wurden sie dabei vom Protest einiger Ärzte auf dem ersten Welt-AIDS-Kongress in San Francisco inspiriert. Damals hatten die USA viel Ehrgeiz entwickelt, die erste Konferenz dieser Art zu veranstalten.

Den Menschen allerdings, die mit dem HIV infiziert und somit von AIDS am stärksten betroffen waren, wurde die Einreise in die Vereinigten Staaten verwehrt.

Das Einreiseverbot für HIV+ Menschen wurde übrigens erst von Präsident Clinton, also 10 Jahre später, aufgehoben.

Als stilles, aber deutlich sichtbares Zeichen ihres Protestes haben einige Ärzte rote Armbinden getragen. Diese wurden dann später zum Red Ribbon stilisiert. Dabei spielte die Tradition der Schleifen (siehe oben) als Ausdruck von Trauer sicher die entscheidende Rolle.

Heute tragen viele Menschen in Nordamerika und Europa das Red Ribbon als Zeichen ihrer Solidarität mit HIV-positiven Menschen.

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